Fonds- geeignete Kapitalanlageform?
Fonds bezeichnen Vermögen, das gemeinschaftlich angelegt werden soll mit dem Ziel, weiteres Kapital zu bilden unter Einbeziehung von Chancen und Risiken der Märkte.
Dabei stehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung. So können mit Hilfe der Gemeinschaft, die sich zu Personengesellschaften zusammen schließen können, gemeinschaftlich bestimmte Objekte gekauft oder erstellt werden. Dem Anlageschwerpunkt entsprechend kann dann von einem (geschlossenen) Immobilien-, Schiffs-, Biomasse- oder Windkraftfonds gesprochen werden.
Wem nur geringe Mittel zur Verfügung stehen, kann dennoch die Chance nutzen, sich an einer Vielzahl von Wertpapieren zu beteiligen. Auf diese Weise werden Risiken reduziert, die sonst entstehen, wenn man in einzelne Anlagen investiert.
Eine Kapitalanlagegesellschaft oder eine Investmentaktiengesellschaft “sammelt” das Geld vieler einzelner Anleger. Um dem Prinzip der Risikostreuung gerecht zu werden, werden unterschiedliche Vermögenswerte für die Investition genutzt, um dann mit dem gesamten Geld aller Anleger Kapital zu bilden.
Kauft der einzelne Anleger Investmentanteilscheine, wird er gleichzeitig zum Mitberechtigten am Fondsvermögen. Einer der Vorteile eines Investmentfonds liegt darin, dass man von einem professionellen Management profitieren kann.
Hierzulande werden Investmentfonds von in-, wie auch ausländischen Investmentgesellschaften angeboten. Fällt die Entscheidung einer Anlage zugunsten einer deutschen Gesellschaft aus, werden die geleisteten Einzahlungen einem sogenannten Sondervermögen zugeführt, das von der Kapitalgesellschaft verwaltet wird. Um den Verbraucher, sprich Anleger, zu schützen, besteht die Auflage, dass ein Sondervermögen getrennt vom eigenen Vermögen der Fondsgesllschft gehalten werden muss, um vor Verlustrisiken zu schützen.
Wer einen Fonds beurteilen will, sollte sich das jeweilige Ausschüttungsverhalten einmal näher ansehen. Sogenannte Ausschüttungsfonds geben ihre Erträge meist einmal im Jahr an die Anleger weiter. Die Vertragsbedingungen enthalten, welche Beträge jeweils im ausgeschütteten Volumen enthalten sind. Meist gehören Dividenden, Zinsen und Kursgewinne aus dem Verlauf von Wertpapieren dazu, wobei die Anlagepolitik eines Fonds darüber entscheidet, in welchem Maße ausgegeben wird.
Von einem Wiederanlagerabatt ist die Rede, wenn der Anleger seinen ausgeschütteten Gewinn dem jeweiligen Fonds zur Verfügung stellt, damit dieser weiter angelegt werden kann.
Grundsätzlich nicht ausgeschüttet werden die Erträge bei akkumulierenden Fonds. Dafür wird der Gewinn von der Gesellschaft für den Kauf von weiteren Vermögenswerten verwendet.