Tue 8 Sep 2009
Indexfonds sind Aktienfonds, deren Anlagestrategie auf der exakten Abbildung eines Aktienindex basiert: das Fondsvermögen wird in allen zum nachgebildeten Index gehörenden Aktiengesellschaften investiert - bildet ein Indexfonds den DAX ab, investiert sein Management in allen DAX Unternehmen. Auch die Gewichtung der Titel innerhalb des Indexfonds entspringt deren Gewichtung im Index. In Deutschland war die exakte Nachbildung eines Index dem „Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften“ (KAGG) nach verboten, zugelassen wurden die Indexfonds (ETF bzw. klassische Fonds) erst 1998 vom 3. Finanzmarktförderungsgesetz.
Die Indexfonds werden „passiv gemanagten Fonds“ genannt, zumal nach deren Auflegung keine Umschichtungen erfolgen, außer bei neuen Gewichtungen oder Unternehmenswechsel im Index. Für die Anleger ergibt sich daraus der Vorteil, dass sie kostengünstiger sind und den Nachteil, dass die Performance des Indexfonds der des Index folgt, auch wenn er fällt.
ETF (Exchange Traded Funds) sind Investmentfonds, die wie Aktien an der Börse laufend notiert und gehandelt werden, daher ihre Börsenkurse nicht täglich, wie bei herkömmlichen Investmentfonds, sondern wie Aktienkurse laufend aktualisiert werden. Den Anlageschwerpunkten nach gibt es Renten-ETF und Aktien-ETF: sowohl passiv gemanagte Aktien-ETF (Indexfonds) als auch aktiv gemanagte Aktien-ETF.
Neben der laufenden Notierung an den Börsen und dem darauf basierenden schnellen Handeln bieten die ETFs den Vorteil, viel kostengünstiger zu sein, denn, mit unter 1%, sind die Verwaltungsgebühren und die Transaktionskosten erheblich niedriger als bei den klassischen Investmentfonds. Auch die Differenzen zwischen den Kauf- und den Verkaufskursen (die s. g. Spreads) liegen deutlich unter 1%. Letztendlich ist die Anlagestruktur laufend bekannt, anstatt nur einmal pro Quartal vom Management veröffentlicht zu werden.