Hedge-Fonds-Gründer Kiener auf der Anklagebank
Wegen Betrugs im großen Stil hat die Staatsanwaltschaft Würzburg Anklage gegen den Manager und Hedge-Fonds-Gründer Helmut Kiener erhoben. Vermutlich ebenfalls vor Gericht muss ein Geschäftsführer der Treukapital Treuhandverwaltung AG.
Die Anklageschrift lautet auf „gewerbsmäßigem Betrug in 35 besonders schweren Fällen“, schreibt die MainPost vom 16. November 2010. Ferner wird Kiener Urkundenfälschung in 86 Fällen und Steuerhinterziehung vorgeworfen. Dem Geschäftsführer der Treukapital, Claus Z. werde in zwei besonders schweren Fällen Beihilfe zum Betrug zur Last gelegt. Außerdem sollen nach einer Durchsuchung drei weitere Beschuldigte festgenommen worden sein.
Kiener soll knapp 5.000 Anleger um mehr als 122 Millionen Euro betrogen haben, indem falsche Angaben Prospekten der K1 Global Ltd. und der K1 Invest Ltd. gemacht wurden. Obwohl beide Fonds herbe Verluste verzeichneten, habe man den Anlegern rosige Renditen in Aussicht gestellt. Die dreistelligen Millionenbeträge, welche die Liquidatoren der Fonds vermissten, soll Kiener angeblich verprasst haben.
Inzwischen hat Kiener das Gefängnis gewechselt. Grund sei der begründete Verdacht eines geplanten Ausbruchs. Das neue Gefängnis sei bedeutend sicherer. Außerdem berichtet die MainPost von zu engen Kontakten zwischen Kiener und osteuropäischhen Insassen.