Die richtige Steuerstrategie zum Jahresende

Für Anleger gibt es viele Möglichkeiten, um dem Finanzamt ein Schnippchen zu schlagen. Allerdings sind viele Maßnahmen nur noch bis Ende des Jahres sinnvoll, um eine optimale Finanzstrategie zu fahren.

Bis zum Jahresende gibt es für Sparer noch viel zu tun. Wer bei mehreren Kreditinstituten Sparverträge hat, sollte prüfen ob die Freistellungsaufträge optimal verteilt sind. Sollte eine bessere Verteilung möglich sein, sollte diese Maßnahme noch möglichst bis Silvester erfolgen, da die ersten Erträge bereits 2011 steuerlich effektiver berechnet werden. Der Gesamtwert der freigestellten Beträge beläuft sich auf 801 Euro und bei Verheirateten auf 1602 Euro. Liegt der Erlös über diesen Freibetrag, können die Erträge durch Kauf von Anleihen wieder gedrückt werden. Ebenso kann dieser mit dem Verkauf von Anleihen ausgeschöpft werden. Ein Verkauf sollte möglichst noch Weihnachten geschehen, weil hierbei die Gutschrift auf den Kontoauszügen entscheidend ist.

Bei Verlusten aus Wertpapieren sollte der Anleger überprüfen, ob sich diese mit positiven Kapitaleinnahmen bei anderen Banken verrechnen lassen, um beim Finanzamt nicht zu tief in die Tasche zu greifen. Allerdings muss man sich den verbleibenden Verlust bis zum 15.Dezember von seiner Bank bestätigen lassen. Droht 2011 sogar ein Totalverlust, lohnt sich ein Verkauf im Dezember. Dieser wird nicht als Gestaltungsmissbrauch gewertet, wenn zwischen dem Verkauf und dem Laufzeitende mindestens 2 Wochen Differenz liegen. Diese Verluste können so im nächsten Jahr mit positiven Kapitaleinnahmen wieder ausgeglichen werden.

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