Japan rankt nicht mehr gut
Standard and Poor’s (S&P) hat den Ausblick auf die japanische Kreditwürdigkeit heruntergestuft. Statt „stabil“ heißt es nun „negativ“. Das belastet vor allem Banken und Versicherer.
Japan braucht dringen fiskalische Reformen. Weil das Land sich bislang noch nicht dazu durchringen konnte und die höchste Staatsverschuldung aller Industrienationen aufweist (rund 200% des BIP), hatte S&P die Kreditwürdigkeit bereits vor Kurzem auf AA- herabgesetzt. Sollten sich keine Reformen durchsetzen, so wird in zwei Jahren das Rating weiter herabgesetzt.
Natürlich spielen auch Beben, Tsunami und Fukushima eine Rolle. Der Wiederaufbau wird auf umgerechnet 400 Mrd. Euro geschätzt, was die weltweit drittgrößte Volkswirtschaft ebenfalls stark belastet.