Mit Ölplattform-Fonds baden gegangen
Es hätte so schön sein können – das große Geld mit der Tiefsee-Ölförderung wurde in schillerndsten Investment-Farben bemalt. Doch schließlich ist der Schönfärbereien heute leider kaum etwas abzugewinnen.
Beteiligungen an der Ölförderung aus der Tiefsee über eine Erkundungs-Plattform hätten so gewinnträchtig sein können, denn schließlich sollten doch die Anleger am großen Geschäft teilhaben, bei dem sonst nur die Ölkonzerne mitmischen dürfen.
Bei der Deepsea Oil Explorer, die vor Brasiliens Küste im Meer nach Ölvorkommen gesucht hat, gab es ein Problem. Der Generalunternehmer konnte sie nicht pünktlich liefern. So waren die Anleger mit rund 210 Millionen Dollar im Boot und entsprechende Kredite genommen, doch es ging nicht los. Prognosen konnten nicht gehalten werden und auch zwei geänderte Prognosen fielen ins Wasser. Nun heißt es, die Plattform würde in den nächsten Wochen ausgeliefert werden und müsse dann noch von Abu Dhabi nach Brasilien geschleppt werden, so berichtet gestern die Financial Times Deutschland. Das bedeutet, dass wahrscheinlich erst ab Januar nächsten Jahres überhaupt damit gerechnet werden kann, dass die Plattform Geld verdient. Für die Anleger heißt es, dass bis heute nicht klar ist, ob sie überhaupt einen kleinen Gewinn aus dem Investement ziehen können, oder ob es einen Verlust geben wird.