Drei offene Immobilienfonds kämpfen ums Überleben
Für Anleger in Immobilienfonds beginnt derzeit eine Zitterpartie. Drei offene Immobilienfonds müssen bis Mai wieder geöffnet werden, ansonsten werden sie endgültig abgewickelt.
Gerade offene Immobilienfonds sind für private Anleger als Sparanlage geeignet, da man dort auch kleinere Beträge anlegen und eigentlich zu jeder Zeit auch wieder abheben kann. Bei den CS Euroreal, dem SEB Immolnvest und dem KanAm grundinvest kam für die Anleger kurz vor Weihnachten die schlechte Nachricht, dass die Liquidität noch immer nicht ausreicht, um sie wieder zu eröffnen. Eigentlich sollte dies noch bis Ende 2011 geschehen. Dabei haben die Fonds durch Verkauf etlicher Immobilien ordentlich Kapital flüssig gemacht, dennoch ist der notwendige Prozentsatz noch nicht erreicht.
Immobilienfonds als Basisinvestement nicht geeignet
Als Basisinvestement sind offene Immobilienfonds also nicht geeignet, allerdings eignen sie sich gut zur Beimischung in ein gut gestreutes Depot. Offene Immobilienfonds erwirtschaften im Schnitt rund 4 Prozent Rendite durch ihr die Vermietung und dem Verkauf von Immobilien.
Für Anleger, die Anteile an derzeit geschlossenen Fonds haben, gibt es trotzdem eine Möglichkeit an ihr Geld zu kommen. Sie können die Anteile auch über die Börse verkaufen. Doch dabei gehen bis zu 25 Prozent Abschlag verloren. Wenn der Fonds aber gar nicht mehr öffnet, ist das wahrscheinlich immer noch ein gutes Geschäft. Sollte er dennoch wieder soviel Liquidität anhäufen, dass er wiedereröffnet werden kann, dann kann die Geldanlage noch jahrelang gute Erträge bringen. Zudem können Anleger ihre Bank oder Sparkasse auf Schadensersatz verklagen, da diese oft nicht über Kick-Backs aufgeklärt haben.