Niedrigere Prämien als Alternative wählen
Wer sich gegen die finanziellen Folgen unvorhersehbarer gesundheitlicher Ereignisse schützen will, sollte es nicht verpassen, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Denn wer vorzeitig aus dem Berufsleben aussteigen muss, wird schnell merken, wie schmerzhaft sich der Verlust des Einkommens auf den gewohnten Lebensstandard auswirken kann.
Weniger sind es Unfälle, die zur Beendigung der Berufstätigkeit führen, als vielmehr schwere Erkrankungen.
Bereits jeder vierte Arbeitnehmer ist heutzutage davon betroffen. Typische Zivilisationskrankheiten wie Herz- und Kreislauferkrankungen, Störungen des Bewegungsapparates und in zunehmender Weise auch psychische Probleme gehören zu den Verursachern.
Wer nicht allein von der schmalen Erwerbsminderungsrente leben will, die von gesetzlicher Seite greift, sollte in eine freiwillige und private Berufsunfähigkeitsversicherung investieren.
Jedoch ist diese nicht gerade zum Nulltarif zu haben und schlägt, je nach Konditionen des Versicherers, unter Umständen enorm zu Buche. Die Prämien orientieren sich unter anderem an der Höhe der vereinbarten Rente, dem Alter des Versicherten, dem Geschlecht, dem allgemeinen Gesundheitszustand und insbesondere dem Risikoprofil der Berufsgruppe des Versicherten. Je höher das Risiko des Kräfteverfalls eines bestimmten Berufes und je höher das allgemeine Gefahrenpotenzial ausfällt, desto höher fallen auch die monatlich zu leistenden Prämien dafür aus. Vielfach führt dieser Umstand dazu, dass ein Berufstätiger dann von vornherein auf eine solche Absicherung verzichtet. Jedoch sollte man sich dann die Konsequenzen vor Augen halten, die eintreten, wenn man im Schadensfalle nicht versichert ist.
Wer nicht so viel zahlen will oder kann, hat bei einigen Versicherungen die Möglichkeit, eine zeitlich begrenzte Absicherung zu wählen.
So gibt es die Möglichkeit, eine Versicherung bis zum 50. Lebensjahr abzuschließen, um somit bis zu 40 Prozent an Beiträgen einsparen zu können.
Die Gründe für die Einsparung liegen darin, dass die meisten Schadensfälle in den letzten 15 Jahren bis zum Eintritt in den Ruhestand eintreten und die Versicherungen belasten.
Entschließt sich der Arbeitnehmer für die Form der zeitlichen Begrenzung des Versicherungsschutzes, ist er dennoch für die Zeitspanne abgesichert, in der die höchsten Kosten eine Familie belasten. Dazu gehören die Ausbildung der Kinder und eventuell das Abzahlen eines Hypothekendarlehens.
Auf diese Weise kann sich der Arbeitnehmer, der Geld einsparen will, wenigstens für die „teuersten“ Jahre im Leben entsprechend absichern.